Crypto Valley und Bitcoin - Die Geschichte des Crypto Valley

Crypto Valley Pioneers Interviews · 9 Feb 2026 · 4:55

Fabian Hediger, co-founder of Bitcoin Suisse, tells the story of the company's early days and how it established itself out of Crypto Valley. Bitcoin Suisse was co-founded in Zug in 2013, the same year the series dates the start of Crypto Valley's crypto history. The short film is part of the Crypto Valley Pioneers series on the region's origins, its pioneers and its important blockchain projects.

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From Crypto Valley Pioneers Interviews, hosted by Crypto Valley Pioneers.

Transcript

Im Jahr 2013 habe ich mich sehr stark mit Bitcoin auseinandergesetzt. Und da habe ich geschaut, wo ich Bitcoin kaufen kann. Da gab es verschiedene Alternativen. Mount Gox in Japan oder Bitstamp in Slowenien. Zu diesem Zeitpunkt waren diese Provider einfach nicht sehr vertrauenswürdig. Dann habe ich geschaut, wo ich lokal Kryptowährungen kaufen kann und habe Niklas kennengelernt.

Ich habe mit Cash von ihm Bitcoins gekauft und er hat sie direkt auf mein Paper Wallet transferiert. Als ich Niklas kennengelernt habe, wurde ich so begeistert von ihm, weil er eine sehr faszinierende Persönlichkeit ist und sehr stark an Bitcoin geglaubt hat. Wir haben fast zwei Stunden lang über Bitcoin und traditionelles Finanzsystem zusammen philosophiert. Bitcoin Suisse war der erste Cryptocurrency Provider in der Schweiz, also Vorbild.

Vor Bitcoin Suisse gab es kein Unternehmen das sich professionell mit Kryptowährungen auseinandergesetzt hat. Niklas (35 Jahre alt), ich (21), Andrej (23) haben zusammen auf kleinstem Raum gewohnt und sind irgendwie jeden Morgen um 8:00 früh raus und erst abends spät nach der Arbeit wieder nach Hause gekommen. Jeden Tag. Ich denke noch oft darüber nach, was unsere Nachbarn gedacht haben, was die da machen.

Es gab schon Meetups, wo sich Leute getroffen haben. Vielleicht 15 Leute, die von Kryptowährungen begeistert waren und die das Bitcoin Whitepaper gelesen haben. Aber da war noch kein Crypto Valley, wie es heutzutage ist. Und auch als ich zurück an die Universität ging, haben die Leute gesagt, “was macht der da mit Kryptowährungen?” “Das ist ja so exotisch.” An der Universität von St. Gallen ist der normale Track Banking oder Consulting.

Und ich war da ein sehr starker Exote mit Bitcoin Suisse. Wir hatten in allen Schweizer Grossbanken ein Bankkonto und wir konnten Zahlungen akzeptieren und wenn ein Kunde Crypto gegen Fiat gewechselt hat, konnten wir das auch problemlos auszahlen. Und anfangs 2014 ist Mount Gox implodiert, der grösste Exchange. Die Banken haben sich dann gegen Krypto gewendet.

Bitcoin Suisse hat auch in diesem Verlauf alle Bankkonten verloren in der Schweiz. Wir haben dann auf wöchentlicher Basis einen Brief bekommen, dass aus geschäftspolitischen Gründen die Bankbeziehung terminiert wurde, und das wurde geschäftsbedrohend für uns. Crypto Valley ist wirklich ein Begriff für mich geworden während den ICO Tagen. Dann ist es unglaublich gewachsen in kürzester Zeit. Dann hat dieser Begriff vom Crypto Valley auch Sinn gemacht.

Man kennt Silicon Valley, alle die vielen Tech Firmen, und Crypto Valley sind halt die vielen Krypto-Unternehmen in Zug. Für uns war es ein starkes Wachstumsjahr, 2017, 2018. Aus meiner Perspektive gab es schon viele Killer Apps. Zum einen Kryptowährungen als Wertanlage. Zum Zweiten die ganzen DEXes, wo man ohne Counterparty eine Währung gegen eine andere Währung wechseln kann.

Und dann noch das ganze DeFi Lending Landscape. Das ist auch mega spannend. Das sind so die drei grossen Killer Apps, die ich bis jetzt gesehen habe im Krypto Bereich und ich denke, wenn man sich fokussiert einfach die zu verbessern, wird es schon einen sehr grossen Nutzen haben für die Gesellschaft.